Der Autor über das Buch

An dieser Stelle haben wir unserem Autor Wolf Schrankl ein wenig auf den Zahn gefühlt. Wir wollten von ihm wissen, wie sein ÄLGI entstanden ist, was er noch für Pläne mit ihm hat und warum er Ähnlichkeiten zwischen ÄLGI und Shaun das Schaf sieht. Aber lest selbst…

 

Frage: Wolf, wie bist du eigentlich auf die Idee zu ÄLGI gekommen?

Antwort: Das war eines Nachts in Schweden, als ich nicht schlafen konnte, meine damalige Freundin aber schon. Also habe ich irgendwann den Stoffelch von unserem Nachttisch genommen und angefangen, mit ihm zu reden. Diese Unterhaltung war sehr ergiebig. Die Winternächte in Schweden sind lang.

Frage: Und was hat der Elch da so zu dir gesagt?

Antwort: Dass ich ein Buch über ihn schreiben soll. Er will reich und berühmt werden. Und nicht sein ganzes Leben auf einem langweiligen Nachttisch verbringen.

Frage: Natürlich nicht, wer will das schon… Wenn Älgi ein Mensch wäre, wie würdest du ihn beschreiben?

Antwort: Ich würde sagen, er ist ein richtiger kleiner Gauner. Man könnte auch das Wort „Racker“ benutzen, aber das ist ein wenig aus der Mode gekommen. Im Prinzip ist er liebenswert und herzensgut, manchmal aber auch ganz schön ausgekocht. Und er rührt gerne irgendwelche Dinge an, bevor er auch nur einmal darüber nachgedacht hat. Das lässt seine menschlichen Gasteltern nicht gerade ruhiger schlafen.

Frage: Das Buch setzt sich ja aus acht kleinen Geschichten zusammen. Magst du irgendeine davon besonders?

Antwort: Streng genommen sogar zwei. In „Sherlock Älgi“ wandelt Älgi auf den Spuren des berühmten Meisterdetektivs, oder sagen wir, er versucht es zumindest. In „Äl Giso“ will er aus einem Elchfleischverkäufer einen Vegetarier machen und holt sich dafür Unterstützung bei einem mexikanischen Kopfgeldjägerelch. Beide Geschichten sind sehr amüsant zu lesen. Und nebenbei auch schöne Beispiele dafür, wie Älgi in eigentlich guter Absicht ein ziemliches Chaos anrichtet.

Frage: Hat ÄLGI so etwas wie ein Vorbild?

Antwort: Vorbild direkt nicht. Aber Ähnlichkeiten. Die etwas älteren Leser werden sich vielleicht an ALF erinnert fühlen, den Außerirdischen vom Planeten Melmac, der das Leben seiner menschlichen Gastfamilie gehörig durcheinandergewirbelt hat. Ich persönlich sehe ja viele Parallelen zu Shaun das Schaf. Ähnlich wie der pfiffige Shaun ist Älgi der Kopf der Geschichten, der Ideengeber. Seine Stoffkumpane sind die Herde, die ihm bei der Ausführung folgt, und seine Gasteltern der oft gestresste Hirtenhund, der mit allen Mitteln zu verhindern versucht, dass irgendjemand etwas von den Aktivitäten der Schafe mitbekommt. Außerdem wird Shaun das Schaf auch von vielen Erwachsenen gerngesehen und heißgeliebt.

Frage: Das heißt, du findest also auch ÄLGI für Erwachsene genauso unterhaltsam wie für Kinder?

Antwort: Definitiv. Wenn ÄLGI ein Spiel wäre, würde auf der Verpackung stehen: 5-99 Jahre. Wobei wir die Generation 100+ hier in keinster Weise diskriminieren wollen…

Frage: Was wirst du machen, wenn du zusammen mit Älgi reich und berühmt geworden bist?

Antwort: Ich werde mit dem Buch bestimmt nicht reich und berühmt werden. Ich bekomme dafür nur drei Mahlzeiten am Tag und ein Taschengeld. Richtig bewusst geworden ist mir das aber erst, als ich mir den Vertrag mit Älgi nochmal genauer durchgelesen habe. Tja, dumm gelaufen! Aber ein Ziel habe ich mit diesem Buch auf jeden Fall noch.

Frage: So? Und das wäre?

Antwort: Seit ich Marc-Uwe Klings formidables Werk „Das Känguru-Manifest“ gelesen habe, weiß ich, dass es einen Deutschen Buchpreis in der Kategorie „Bestes Buch mit sprechendem Tier“ zu gewinnen gibt. Das finde ich schick. Den will ich haben!“

 

Das Interview wurde von unserem Verlagspraktikanten geführt. Er empfand es als reizvolle Abwechslung zum täglichen Kopieren.

 

 

 

(c) Smiling Berlin Verlag 2014, Garfield, Shawn das Schaf, Alf, Geschenkbuch, Familienbuch, Kinderbuch, Berlin, Buch, Abenteuer in Berlin, Jung und Alt, Elch, Älgi, Wolf Schrankl, Abenteuer eines eingewanderten Stoffelchs, Stoffelch, Kuscheltier, Kinder, Eltern, Vorlesen, Vorlesebuch, Abenteuer, Geschichten, süß, Lesen